Israel AG besucht die Bielefelder Synagoge


Zum Abschluss des Schuljahres machten sich 33 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen und der EF von der Israel AG des Einstein-Gymnasiums auf den Weg nach Bielefeld, um die Synagoge „Beit Tikwa“ der jüdischen Gemeinde Bielefeld zu besuchen. Begleitet wurden sie dabei von Frau Spieker und Herrn Mönning.
Bevor es zur Synagoge ging, machte die Gruppe einen kurzen Halt am Bahnhofsvorplatz, um sich das Mahnmal für die deportierten Juden aus Bielefeld und der Umgebung anzuschauen. Im Dezember 1941 wurden 1840 Juden aus Bielefeld, dem Regierungsbezirk Minden, aus Lippe und Schaumburg-Lippe deportiert. Auch die Namen von Menschen aus Rheda, Wiedenbrück und Herzebrock standen auf den Metallpulten.
Anschließend fuhr die Gruppe mit der Stadtbahn zur Synagoge, wo Kantor Yuval Adam über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Bielefeld und zentrale Aspekte des Judentums einen Vortrag hielt. Dabei dürfte sein melodisches Lesen aus der Tora und die Öffnung des Toraschreines, in der sich vier Torarollen befanden, allen in Erinnerung bleiben.
Zum Abschluss der Exkursion wurde noch der Standort der alten Synagoge Bielefelds in der Turnerstraße aufgesucht. Diese wurde im Rahmen der Reichspogromnacht im Jahr 1938 von den Nazis angezündet und später abgerissen. Nur noch ein Gedenkstein erinnert an den Ort des einst so imposanten Bauwerks.

Thorsten Mönning

Fotos: Thorsten Mönning
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