„Seit 50 Jahren Zukunft“ – das Einstein-Gymnasium feiert seinen 50. Geburtstag


An 3 Projekttagen beschäftigten sich die SchülerInnen und LehrerInnen des EG mit Ereignissen der vergangenen 50 Jahre, gekrönt wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit einem Festakt in der Aula und einer großen Party auf dem Schulgelände, an der mehr als 1500 Einsteiner, Ehemalige und Freunde des EG teilnahmen.

In gut 40 Projekten, vom „Backen im Wandel der Zeit“ über „Einstein’s new beginning in the USA“ und „Rheda-Wiedenbrück: Klimawandel auch bei uns“ bis hin zum „virtuellen Klassenraum“ erarbeiteten sich die SchülerInnen Themen, die seit Bestehen des EG die (Welt-)Geschichte prägten. Sie studierten Quellen, analysierten Videos, interviewten Landwirte aus der Umgebung und besuchten historische Stätten. Natürlich kamen Sport, Kunst und Musik nicht zu kurz. So wurden auch 20??? DFB-Junior Coaches während der Projektwoche auf ihre Prüfung vorbereitet. Stolz präsentierten die SchülerInnen ihren Eltern und MitschülerInnen die Ergebnisse ihrer Untersuchungen in unterschiedlichsten Formaten: Es gab Videodokumentationen ebenso wie literarische „WortSchätze“ oder eine Wissenschaftsshow zu sehen. Mehrere (Mond-)Raketen starteten auf dem Sportplatz und während der Abschlussparty für die SchülerInnen der Sekundarstufe zeigten zahlreiche SchülerInnen Tänze, deren Choreografie sie während der Projekttage einstudiert hatten.

Zum feierlichen Festakt in der Aula erreichten die Schule zahlreiche Videobotschaften ehemaliger EinsteinerInnen und von Freunden des EG aus aller Welt, aus Düsseldorf, Hamburg und Berlin ebenso wie aus Oxford (GB), Cambridge (USA) oder Gambia. So betonte denn auch Schulleiter Jörg Droste, dass es dem EG darum gehe, die Horizonte der SchülerInnen zu erweitern und mit ihnen gemeinsam über den Tellerrand zu blicken. Dies gelinge am Einstein-Gymnasium, weil man sich nicht von Moden, Trends oder Ideologien leiten lasse, sondern von den Bedürfnissen der Kinder. So habe man mit dem Ganztagsunterricht auf die veränderten Umstände in den Familien reagiert und umfangreiche Qualitätszeit für die Bildung gewonnen. Schon seit langem seien die Unternehmen vor Ort ebenso wie die kulturellen Akteure der Stadt in die Schule geholt worden und durch zahlreiche internationale Kontakte, Austauschen mit Großbritannien, Spanien, China und den USA sei den SchülerInnen der Weg in die Welt erleichtert worden. Die Entwicklung der Schule gelinge mit der Bezirksregierung als einem förderlichen Partner und der im bemerkenswertem Maße erfolgenden Unterstützung durch die Stadt.

Für die Bezirksregierung betonte Brigitte Schubert, dass das Einstein-Gymnasium hohe Akzeptanz und Wertschätzung erfahre und aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken sei. Das EG sei zu einer selbstbewussten Schule herangewachsen in dessen Schulprgramm „Wir. Leben. Lernen.“ deutlich werde, dass es dem EG um die Stärkung des Einzelnen in der Gemeinschaft gehe.
Bürgermeister Theo Mettenborg, selbst ein Einsteiner, stellte heraus, dass die Stadt stolz und dankbar sei, eine solche exzellente Bildungseinrichtung in der Stadt zu haben, und hob die fürsorgliche individuelle Persönlichkeitsbildung hervor, um die es dem EG neben der Schulbildung vor allem gehe. Sein Amtskollege aus Herzebrock-Clarholz, Bürgermeister Marco Diethelm, ebenfalls ein ehemaliger Einstein-Schüler, ging als Pate des EG-Projekts „Schule ohne Rassismus“ vor allem auf die wichtigen politischen Werte ein, die den Schülern am EG vermittelt werden. Das EG stehe damit in einer Traditionslinie mit seinem Namensgeber, habe Einstein doch, als er 1933 aus Deutschland floh, vermerkt, er wolle nicht in einem Land leben, wo die Herkunft zu Repressalien führe.
Anette Steinel, die Vorsitzende der Schulpflegschaft, ging gemeinsam mit Lars Helmer, dem Vorsitzenden des Fördervereins, auf die gut funktionierende Zusammenarbeit des Einstein-Gymnasiums mit Eltern und Förderern ein, die sich bei der Unterstützung zahlreicher sportlicher Programme ebenso gezeigt habe wie beim Aufbau der Cafeteria und des Schüleraustausgrogramms. Nicht zuletzt konnte der Förderverein die Schule mit der Anschaffung von IPads unterstützen.
Ralph Brinkhaus, Bundestagsabgeordneter und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, wies darauf hin, dass Schule einerseits am Laufen gehalten werden müsse, was oftmals als selbstverständlich gelte, tatsächlich aber harte Arbeit von Lehrern, Eltern und nicht pädagogischem Personal sei. Andererseits brauche es aber auch Vortrieb und da stehe das Einstein-Gymnasium dafür, Neues auszuprobieren und weiterzuentwickeln. So wie Albert Einstein stehe auch das EG für eine offene, liberale Gesellschaft und für Neugier, die dafür sorge, in der Zukunft weiterzukommen.
Auch Christine Lakebrink und Jan Helmer, die Schülersprecher des EG attestierten ihrer Schule viel Potenzial für die Zukunft.

Im Anschluss stellten sich die Redner einer Fragerunde mit den „Zeitgeistern“, SchülerInnen, die in der Gestalt besonderer Persönlichkeiten der Zeit die Moderation übernommen hatten – sei es als Albert Einstein, Marilyn Monroe oder auch als Spice Girls. Neben ganz persönlichen Erfahrungen aus der eigenen Schulzeit wurden auch gesellschaftspolitische Probleme, etwa die Bedeutung der Digitalisierung für die Schule, angesprochen. Bürgermeister Diethelm verwies hier darauf, dass es eben nicht nur um die Hardware gehe, sondern vor allem um die Ethik dahinter, die Frage, wie die SchülerInnen der Hardware umgehen.

Den anschließenden Sektempfang nutzen die Gäste, mit ehemaligen MitschülerInnen und LehrerInnen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit am EG auszutauschen und auf Führungen durch die Schule die Veränderungen ihres Einstein-Gymnasiums zu begutachten. Am Abend klangen die Feierlichkeiten im eigens auf dem Schulhof errichteten Partyzelt bei Live-Musik der Gruppe „More or Less“ aus.


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