PALAMÓS-Fahrt


Um 20 Uhr begann unsere lang erwartete Fahrt nach Palamós. Nachdem sich alle von deren Familien verabschiedet haben und ein letzter Gang auf die Toilette vollbracht war, startete unsere 18-stündige Fahrt. Zunächst waren alle noch sehr energievoll, haben sich miteinander unterhalten und Musik gehört, jedoch hat dies nach paar Stunden nachgelassen. Nach unserem zweiten Stopp um ca. 1 Uhr haben wir alle vergeblich versucht eine bequeme Position zum Schlafen zu finden. Um circa 6 Uhr war es bei den meisten mit dem Schlafen vorbei und so wurde es nach und nach immer lauter im Bus. Als wir in Spanien ankamen hatten ein paar Personen Sorgen, dass das Wetter nicht so gut sein wird wie gedacht. Doch als wir in Palamós ankamen, um ca. 14:30, schien dann endlich die spanische Sonne. Mit Koffern, Taschen und müden Augen gingen wir zu unseren Bungalows auf dem Campus. Die Bungalows waren mit 4 bis 6 Leuten gefüllt, jeweils mit 2 bis 3 Schlafzimmern, einem Wohnraum mit Küchenzeile und Badezimmer. Es war sehr vorteilhaft, dass unsere Bungalows nebeneinander waren, da wir auch somit miteinander schnell in Kontakt kommen konnten. Alle Bungalows hatten eine Terrasse, auf der die meisten morgens oder abends gegessen haben. Auf dem Campus, hinter unseren Bungalows, gab es einen Volleyball-, Basketball- und Tennisplatz, wo wir uns manchmal versammelt haben um etwas zu spielen. Der große Pool, der sich daneben befand, war nicht mit Wasser gefüllt, aber der zweite Pool, der etwas weiter entfernt war, schon. Die Unterkunft hat uns von dem ersten Tag an sehr gefallen und es gab keine Beschwerden. 

Wir begannen unseren ersten richtigen Tag in Palamós um acht Uhr mit einer kleinen Wanderung durch die Stadt und über den Markt. Dort probierten wir auch das typisch spanische Frühstücksgebäck „Churros“ (Ein frittierter Teig, ähnlich einem Krapfen, mit Zucker überzogen.). Danach teilte sich die Gruppe auf. Die ersten zehn von uns besuchten den Englisch Unterricht von Schülern der elften Klasse. Die Schüler bekamen in Gruppen alte Gegenstände zugewiesen, die sie neu vermarkten und dann vor der Klasse vorstellen sollten. Doch die Verständigung war schwierig, weil Englischkenntnisse in Spanien nicht so sehr geschätzt werden, wie in Deutschland. Trotzdem war es gut möglich Unterhaltungen mit den Spaniern durch Mimik und Gestik aufzubauen. 
Die zweite Gruppe besuchte die Schüler der zehnten Klasse. Ebenfalls in Gruppen haben wir Texte zum Leseverständnis bearbeitet, eine Bildergeschichte geordnet und Unterschiede zu den Texten herausgearbeitet. 
Abschließend ist uns aufgefallen, dass der Lautstärkepegel, sowohl in der Pause, als auch im Unterricht deutlich höher ist als in Deutschland. 
Die spanischen Schüler sind jedoch auch sehr offen und haben direkt mit uns gesprochen und uns ins Unterrichtsgeschehen mit einbezogen.
Schon am Anfang viel uns auf, dass die Schule von außen verriegelt war und nur von Schülern der elften und zwölften Klasse in den Pausen verlassen werden durfte.
Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, wir bekamen einen guten Eindruck in ein anderes Schulsystem und haben neue Leute kennengelernt. 


Die zweite Gruppe von 5 Schülern/-innen besuchten die Grundschule „La Villa“ in Palamós, um mit Grundschülern zu experimentieren. So wurde unteranderem Tinte aus Tee hergestellt und eine Luftballonrakete gebaut. Auch einige Kommunikationsschwierigkeiten konnten durch Mimik und Gestik bewältigt werden und ergaben lustige Missverständnisse. Zuckerwatte zum Schluss krönte diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Anwesenden.


Die dritte Gruppe machte zusammen mit Raquel eine Wanderung. Diese Wanderung führte uns die gesamte, etwa 7 Km weite, Promenade entlang. Dabei eröffnete sich uns die gesamte Zeit ein wunderbarer Blick sowohl auf das Mittelmeer, als auch auf Palamós. Ziel unserer Wanderung war ein Turm aus dem 16. Jahrhundert. Dieser Turm, ,,Torre Valentina“ genannt, diente ursprünglich der Frühwarnung vor Piratenangriffen. Heute bietet er einen unglaublichen Blick auf die Steilküste rund um den sehr idyllischen Strand „Sant Antoni de Calonge“. Dieser ist ein wahrer Geheimtipp und bot uns die Möglichkeit zu entspannen vor unserem langen, aber schönen Rückweg.



Am Mittwoch haben wir uns um acht Uhr gemeinsam am Bus getroffen, um dann nach Barcelona zu fahren. 
Nach zwei Stunden Fahrt sind wir dann am Hafen in Barcelona angekommen und sind die Ramblas bis zum Palau Güell hinuntergegangen.
Den Palast von Gaudí haben wir uns mithilfe einer Audioführung angesehen.
Der Palast beeindruckte mit einer einzigartigen Architektur für damalige Verhältnisse und auch heute sieht er noch beeindruckend aus.  
Nach der Palastführung sind wir gemeinsam bis zum Markt gegangen, von wo aus wir dann bis vier Uhr die restliche Zeit zur freien Verfügung hatten.  
In dieser Zeit haben wir uns zum Beispiel den Triumphbogen, den Parc de la Ciutadella oder verschiedene Geschäfte angeschaut.
Auf der Rückfahrt sind wir dreimal angehalten, um uns auch noch Barcelona von einer Aussichtsplattform anzuschauen und das Olympiastadion, sowie die Sagrada Familia von außen zu besichtigen, die auch von Gaudí entworfen wurde. Hiernach sind wir wieder zum Campingplatz gefahren und hatten den restlichen Abend zur freien Verfügung.

Am Donnerstag stand die Fahrt nach Girona an. Zuerst waren wir an der Universität „Facultat de Ciències“, wo wir von den Leitern der Fakultät für Chemie, Miquel Duran und Silvia Simon Rabasseda empfangen wurden. Danach gab es einen Vortrag vom Doktoranten Albert Artigas, der uns seine Doktorarbeit präsentierte. Ein anderer Student, Aythami Soto zeigte uns Experimente und führte uns mit anderen Studenten durch das Gebäude. Der Einblick in die Labore war besonders interessant, weil wir sehen konnten, wie dort gearbeitet wird.
Anschließend fuhren wir in die Stadt und hatten Zeit, in das jüdische Ghetto zu gehen und von der Stadtmauer einen Blick auf die ganze Stadt zu werfen. Der Einkaufsbummel kam natürlich auch nicht zu kurz. Um 4 Uhr ging es mit dem Bus weiter zum Sommerhaus von Dalí. Dort konnten wir seine Kunstwerke in seinem Garten und Haus entdecken. Er hatte Kunstwerke von einem Schachbrett aus Fingern über sein ausgestopftes Pferd bis zu langbeinigen Elefanten im Garten. Das Haus war sehr prächtig ausgestattet und hatte viele Schmuckstücke, die die Wände verzierten und einen Einblick in die frühere Architektur boten.
Auf dem Rückweg wurde ein Stopp am Supermarkt eingelegt, wo wir Zutaten zum gemeinsamen Grillen kauften. Zurück am Campingplatz halfen alle kräftig beim Zubereiten des Essens mit. Es wurden Würstchen gegrillt, Tortilla gemacht und Churros gebraten. Wir stellten eine lange Reihe aus Tischen auf und verbrachten schöne gemeinsame Stunden bis in die Nacht hinein.

Am Freitag gegen kurz vor 10 Uhr traf sich die Truppe am Busparkplatz am Ausgang des Campingplatzes, um sich gemeinsam auf den Weg zum Strand zu machen. Der Weg führte uns zu einer dreißig Minuten entfernten Bucht, zu der wir gemeinsam liefen, um schließlich eine kleine Kanutour über das Meer zu machen. Am Kanu-Verleih angekommen teilte die Gruppe sich in zwei und jeder Fahrer erhielt eine Schwimmweste. Dann ging es auch schon aufs Wasser, wir fuhren zu einer recht steinigen Bucht mit einer kleinen Höhle, die einen ganz besonderen Charme an sich hatte. Dort sprangen wir auch fast alle aus den Booten und ins Wasser. Nach ein paar Minuten Badespaß ging es dann wieder zum Strand zurück und die zweite Gruppe sprang in die Boote. In der Wartezeit beider Gruppen hatten wir die Möglichkeit uns im Mittelmeer von der gut scheinenden Sonne abzukühlen.
Als wir später wieder den Campingplatz erreichten, beschäftigten die Bewohner der einzelnen Bungalows sich nur noch mit Essen, Packen und aufräumen. Nachdem alle Bungalows sauber waren, das Gepäck im Bus war, gingen wir als Gruppe zusammen Essen. Gegen kurz nach acht saßen wir alle wieder im Bus, bereit die Heimfahrt anzutreten.

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