(L)egale oder illegale Suchtmittel? – Es sind alles Jugenddrogen!


Rund 40 interessierte Eltern folgten der Einladung zu einem Informationsabend unter dem Titel „(L)egale oder illegale Suchtmittel? – Es sind alles Jugenddrogen!“ in die Aula des Einstein-Gymnasiums. Initiiert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Handlungskonzeptes zum „Umgang mit konsumierenden Jugendlichen am Einstein-Gymnasium“.

An diesem Abend referierte Frau Oberkommissarin Vanessa Ogan vom Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Gütersloh. Themen waren u.a. Inhaltsstoffe und Risiken von Energy-Drinks sowie Alkohol und Rauchen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes und der gesetzlichen Aufsichtspflicht. Hierbei standen vor allem die Gesundheitsrisiken von Shishas im Mittelpunkt. So konnte Frau Ogan unter anderem berichten dass Shisharauchen etwa 10x so gefährlich ist wie Zigarettenrauchen oder dass bei Kontrollen in nahezu allen Shishabars im Kreis Gütersloh die zulässigen Kohlenmonoxidwerte deutlich überschritten wurden.

Aber auch der illegale Bereich der Rauschmittel wurde an diesem Abend nicht ausgespart. So referierte Frau Ogan, dass durchschnittlich jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren illegale Drogen ausprobiert hat. Die bedeutendste illegale Droge ist das Cannabis. Aus ihr werden Produkte wie Marihuana und Haschisch gewonnen. Durch den erhöhten Wirkstoffgehalt des THC können u.a. bereits geringe Mengen zu schweren Psychosen führen.

So haben 60% der ambulanten Aufnahmen in der Gütersloher LWL-Klinik einen Cannabishintergrund, bei den stationären Aufnahmen sind es ca. 30%. Das Durchschnittsalter der an Psychosen erkrankten Jugendlichen hat sich um 8 Jahre nach vorne verlagert und liegt jetzt bei 14-15 Jahren.

Den Eltern wurden verschiedene Auffälligkeiten skizziert woran sie erkennen können, ob jemand Cannabis konsumiert hat. Hierbei steht nicht die einzelne Auffälligkeit für sich alleine, sondern das Zusammenspiel mehrerer. Vorgestellt wurden auch Hilfsmittel wie der sogenannte Crusher, mit denen das Cannabis bzw. Haschisch gebrauchsfertig zerkleinert wird.

Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die neuen psychoaktiven Substanzen wie die Synthetischen Cannabinoide (sogenannte Kräutermischungen oder Badesalze), die in chemischen Laboren hergestellt werden und deren Konsum meist schwerste körperliche Schäden bis hin zur Todesfolge mit sich bringen kann. Bei diesen Wirkstoffen liegt das Risiko an einer Psychose zu erkranken nahezu bei 100%.

Im Anschluss an den Abend stand Frau Ogan noch für Fragen und persönliche Gespräche mit den Anwesenden zur Verfügung.

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