Drogenmissbrauch


Immer wieder berichten Medien vom Drogenmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen und groß ist die Sorge vieler Eltern, die eigene Tochter, der eigene Sohn könnten – von den Eltern unbemerkt – verbotene, süchtig machende Rauschmittel konsumieren. Tatsächlich ist das Problem des Drogenkonsums Heranwachsender nicht auf bestimmte Regionen oder soziale Gruppen beschränkt, stellt Lars Riemeier von der Fachstelle für Suchtvorbeugung bei der Caritas im Kreis Gütersloh heraus. Statistische Untersuchungen in Deutschland zeigten: Einer von sechs 15-Jährigen habe schon Cannabis konsumiert und jeder zehnte Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren habe schon Erfahrung mit regelmäßigem Alkoholkonsum gemacht.

Um dem frühzeitig und effektiv entgegenzutreten, hat das Einstein-Gymnasium nun ein umfangreiches Konzept zum Umgang mit drogenkonsumierenden Jugendlichen entwickelt, das auf den beiden Säulen der Prävention, der Vorbeugung durch Aufklärung, und der Intervention, der systematischen Hilfe für Betroffene, ruht.

Im Bereich der Intervention gibt das Konzept den Betroffenen, vor allem den Lehrern, klar strukturierte Leitlinien an die Hand, wie sie zu reagieren haben, sollten sie Rauschgiftmissbrauch eines Schülers vermuten oder ganz konkret davon erfahren. Der nun für alle transparente Reaktionsplan gibt Sicherheit über ein sinnvolles und zielführendes Vorgehen: Die einzelnen Schritte reichen vom vertraulichen Fürsorgegespräch zwischen Lehrer und Schüler über freiwillige Beratungsgespräche des Schülers mit dem Schulsozialarbeiter oder externen Partnern wie dem Jugendamt oder der Drogen- und Suchtberatung bis hin zur Information der Schulleitung und zu Gesprächen mit den Eltern des betroffenen Schülers. Im Falle eines über den Drogenkonsum hinausgehenden Handels mit Drogen ist – auch zum Schutz anderer Schüler – die Hinzuziehung der Polizei vorgesehen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

„Für uns kann jedoch ganz klar der Gedanke der Prävention im Vordergrund stehen“, erklärt Schulleiter Jörg Droste bei der Vorstellung des Konzepts, über dessen Bestandteile Schulsozialarbeiter Lars Walz informierte. Passend für die einzelnen Altersstufen werden unterschiedliche Klassentrainings durchgeführt, die ein breites Spektrum von Suchtgefährdungen abdecken.
So führen die 6. Klassen gemeinsam mit Medienscouts, speziell geschulten SchülerInnen der Mittelstufe, einen Lerntag mit dem Thema „Einführung in die digitalen Welten“ durch, in dem sie auch Einblick in mögliche Gefahren der von ihnen oftmals unreflektiert genutzten sozialen Medien wie Facebook, Whatsapp oder Instagram gewinnen. Das Thema „Mobbing/Cybermobbing“ steht in der Jahrgangsstufe 7 auf dem Programm und wird u.a. in einem Klassentraining „Neue Medien“ sowie in dem Theaterprojekt „Natürlich bin ich stark“ behandelt.
In der Jahrgangsstufe 8 liegt der Schwerpunkt auf der Prävention von Alkoholmissbrauch: Die SchülerInnen durchlaufen einen „Alkoholparcours“, in dem sie sich ausführlich über die körperlichen Auswirkungen des Alkohols informieren, aber auch über mögliche Anlässe zum Alkoholkonsum, etwa Gruppendruck, und Abwehrstrategien sprechen können. Einen lebhaften Eindruck von der durch Alkohol bewirkten Wahrnehmungsveränderung können die Jugendlichen erhalten, indem sie – ausgestattet mit einer sogenannten Rauschbrille, die das stark eingeschränkte Sichtfeld eines alkoholisierten Menschen simuliert – normalerweise leicht zu meisternde Aufgaben durchführen. In einer Gesprächsrunde mit einem trockenen Alkoholiker, einem Menschen, der seine Alkoholsucht überwunden hat, erfahren sie z.B., wie sich die Sucht auf das Alltagsleben Betroffener auswirken kann.
Das für die Jahrgangsstufe 9 vorgesehene Klassentraining zum Thema „Spielsuche/Online-Spielsucht“ ist noch in der Vorbereitung (und wird im nächsten Schuljahr zur Verfügung stehen).
SchülerInnen der Jahrgangsstufe EF setzen sich mit dem Thema „Suchtprävention“ im Rahmen einer Stufenfahrt auseinander und erhalten während eines Besuchs der LWL-Klinik in Gütersloh die Möglichkeit zum Gespräch mit Betroffenen.

Sollten Sie jetzt neugierig geworden sein oder wünschen Sie weitere Informationen, wenden Sie sich an unseren Schulsozialarbeiter Herrn Lars Walz (0176-15506093 oder ✉ walz@caritas-guetersloh.de).

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